Das Videointerview

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Reklame für Kuhlau

Einen Moment habe ich gezögert das Angebot von Daniel Kepl – künstlericher Leiter und Gründer des Santa Barbara Chamber Music Festival, Dirigent des American Collegiate Symphony Orchestra und Interviewmoderator, ansässig i Santa Barbara, Kalifornien – anzunehmen, weil ich noch nie mit Bild interviewt worden war, und schon gar nicht auf Englisch. Ohne Zweifel eine neue Erfahrung und Herausforderung, der ich mich letztendlich aber doch gerne gestellt habe.

Das Ergebnis ist, dass ich gemeinsam mit Daniel Kepl Werbung für den unterschätzten geborenen Uelzener Komponisten machen durfte und noch Einiges über den wahrscheinlichen Einfluss auf die Kompositionen, besonders auf den ersten Satz der A-moll-Sonate op.8a hinzugelernt habe: natürlich, Daniel Kepl hat recht, ich hätte es mir denken können: die Dunkelheit des Satzes ist im Zusammenhang mit der Besatzung Hamburgs durch Napoleon und der Flucht Kuhlaus nach Dänemark zu sehen!

Daniel Kepl hat eine Souveränität und Professionalität in seiner Art zu diskutieren, die dem Interviewpartner die Nervosität nimmt. Es lohnt sich diese Interviews in voller Länge anzuhören. Musiker werden einem vertraut und man bekommt Lust diese in ihrer Musik oder musikalischen Darbietung zu erleben. Alle Interviewpartner haben eine Botschaft, die es zu entdecken gilt.

Meine war die, dass Friedrich Kuhlau ein grossartiger Komponist und Pianist war, wie z.B. Liszt, Rachmaninov, Prokofiev oder Skrjabin, die ihre eigenen grossen Klavierkompositionen authentisch dem Konzertpublikum darboten. Leider gab es zu Kuhlaus Zeiten noch keine Tonaufnahmen, so dass uns dieser Maßstab seiner Interpretationen fehlt. Wenn es sie gäbe, würden meines Erachtens seine virtuosen, grossen Klavierwerke heutzutage weit mehr geschätzt sein und gespielt werden.

https://www.performingartsreview.net/artists/?fbclid=IwAR2N6n1qXA9APwmMnt9KuTYyFCXdr_omfO0VehmSoUdfG8ksGiHzhzURcs4#/new-gallery-71/

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